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Das Programm

Curriculum

Beccaria-Qualifizierungsprogramm Kriminalprävention 2017

Modul 1: Kriminologie

Qualifikationsziele:

Die Teilnehmenden …

  • können Kriminologie als wissenschaftliche Disziplin einordnen
  • haben Kenntnisse über die Geschichte der Kriminologie erworben
  • sind mit Grundbegriffen der Kriminologie vertraut
  • haben Kenntnisse über verschiedene Datenquellen zur Beurteilung der Kriminalität und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile
  • kennen aktuelle Studien und Befunde im Bereich der Kriminologie
  • haben einen Überblick über Kriminalitätstheorien und können diese kritisch bewerten
  • kennen die wichtigsten Aspekte zum Ausstieg aus kriminellen Karrieren
  • sind befähigt kriminologische Erkenntnisse in der Berufspraxis zu nutzen
  • können kriminalpolitisch relevante Veröffentlichungen fachgerecht einordnen
  • besitzen erste Erfahrungen in der Bearbeitung wissenschaftlicher Publikationen
  • haben die Grundzüge des wissenschaftlichen Arbeitens erlernt
  • erhalten Kenntnisse über kriminologisch-empirische Forschungsmethoden
  • bekommen eine Einführung in Evaluationsforschung

Inhalte

  • Definition und Abgrenzung der Bereiche Kriminologie und Kriminalistik
  • Geschichte der Kriminologie
  • Ausmaß und Entwicklung von Kriminalität
  • besondere Täter- und Opfergruppen
  • Kriminalitätstheorien
  • Ausstiege aus der Kriminalität
  • Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Legalbewährung ("Rückfälligkeit")
  • Einblicke in qualitative und quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung

Modul 2: Kriminalprävention

Qualifikationsziele:

Die Teilnehmenden …

  • kennen die Grundbegriffe, deren Systematisierung und die grundsätzliche Bedeutung der Kriminalprävention.
  • sind in der Lage, sachkundig an einer kriminalpräventiven Netzwerkarbeit mitzuwirken.
  • sind über die wichtigsten Institutionen, Gremien, Strukturen in der Kriminalprävention informiert.
  • haben sich mit ausgewählten Themenfeldern in der Kriminalprävention auseinandergesetzt und aktuelle Programme, Projekte und Forschungsergebnisse kennen gelernt.
  • sind in der Lage, Präventionsmaßnahmen unter Hinzuziehung ihrer Erfahrung und ihres Wissens kritisch zu analysieren und zu bewerten.

Inhalte

  • Einführung
  • Kriminalprävention; Institutionen, Gremien, und Strukturen der Kriminalprävention
  • Rechtliche Grundlagen der Kriminalprävention
  • Methodische Grundlagen und ausgewählte Themenfelder der Kriminalprävention
  • Exemplarische wirkungsorientierte Programme und Projekte

Modul 3: Projektmanagement

Qualifikationsziele:

Die Teilnehmenden …

  • sind in der Lage, Projekte systematisch und nachvollziehbar zu planen, durchzuführen und zu überprüfen (Problem beschreiben, Entstehungsbedingungen analysieren, Projektzielbestimmungen vornehmen, Zielgruppen bestimmen, Indikatoren zur Messung der Zielerreichung festlegen, geeignete Maßnahmen für die Zielerreichung auswählen).
  • sind in der Lage, einen Projektstrukturplan, einen Ressourcenplan, Ablaufpläne zu erstellen und ein Projekttagebuch zu führen.
  • kennen grundlegende Methoden zur Messung des Projekterfolges (z.B. Befragung, Beobachtung; Inhaltsanalyse).
  • kennen die verschiedenen Evaluationstypen (formative, Prozessevaluation, Wirkungsevaluation) und die Grundzüge einer Evaluation (Selbstevaluation, Fremdevaluation, Mischformen).
  • kennen die unterschiedlichen Evaluationsmethoden.
  • beherrschen Methoden der Qualitätssicherung und Selbstevaluation.

Inhalte

  • Methoden der Qualitätssicherung und Selbstevaluation
  • Beccaria-Standards
  • Projektvorbereitung
  • Projektkonzeption
  • Projektüberprüfung
  • Analyse von Problemlagen
  • Zielbestimmung
  • Messung des Projekterfolgs
  • Meilensteine
  • Projektstrukturplan
  • Ressourcenplan
  • Ablaufpläne
  • Monitoring
  • Projekttagebücher
  • Stärke-Schwächen-Analyse
  • Evaluationsformen und Evaluationstypen
  • Evaluationsmethoden
  • Dokumentation und Überprüfung von Projekten
  • Projektabschluss

Modul 4: Projektbegleitung

Qualifikationsziele:

Die Teilnehmenden …

  • sind in der Lage, das gewonnene Wissen (Kriminologie, Kriminalprävention und Projektmanagement) praktisch anzuwenden.

Inhalte

  • In Arbeitsgruppen bilden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Handlungskonzept zu einem kriminalpräventiven Thema. Das Konzept soll sich: a.) auf ein Problem beziehen, zu dem bereits in der Vergangenheit gearbeitet worden ist. b.) auf ein aktuelles Problem oder aber c.) auf ein fiktives Problem.

Kompetenzziele:

Die Teilnehmenden sind qualifiziert, …

  • kriminologische Theorien und empirische Untersuchungen kritisch zu bewerten.
  • Präventionsprojekte und -programme unter Hinzuziehung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und Daten zu entwickeln sowie umzusetzen.
  • Methoden des Projektmanagements anzuwenden.
  • gewonnenes Wissen praktisch anzuwenden.

Zeitaufwand

Der Gesamt-Zeitaufwand beträgt ca. 150 Stunden und gliedert sich wie folgt:

Kriminologie: Präsenzzeiten 30 Stunden
Kriminalprävention: Präsenzzeiten 30 Stunden
Kriminalprävention: Selbstlernphase 15 Stunden
Projektmanagement: Präsenzzeiten 30 Stunden
Projektbegleitung: Präsenzzeiten 30 Stunden
Projektbegleitung: Selbstlernphase 15 Stunden